Beulentechnik
Eine Parkdelle bedeutet nicht automatisch Spachtel und Lackierpistole. Wo der Lack unverletzt ist, drücken wir die Delle von der Rückseite heraus — der Originallack bleibt vollständig erhalten.
Ob die Delle drückbar ist, entscheiden Lack, Lage und Form der Delle — das sehen wir am Fahrzeug.
Genau darum geht es beim Drücken: Die Fläche bleibt so, wie sie das Werk verlassen hat — ohne Spachtel, ohne neue Farbe.
Originallack
Bleibt erhaltenkeine Spachtelmasse, keine Neulackierung
Typische Fälle
Parkdelle & HagelTürkanten, Kofferraumdeckel, Dach
Voraussetzung
Lack unverletztkein Riss, kein Kratzer bis aufs Blech
Wenn es nicht geht
Smart Repairpunktuell lackieren statt Bauteil tauschen
Nicht jede Delle muss unter Lack verschwinden
Solange der Lack unverletzt ist, lässt sich das Blech in seine ursprüngliche Form zurückbringen. Das ist keine Kosmetik, sondern die schonendere Reparatur — der Originallack bleibt dabei erhalten.
Der Originallack bleibt
Ein Werkslack lässt sich nicht wiederherstellen, nur ersetzen. Beim Drücken wird die Oberfläche nicht angeschliffen, nicht gespachtelt und nicht neu aufgebaut — sie bleibt so, wie sie das Werk verlassen hat.
Zugang entscheidet
Zum Drücken muss die Rückseite erreichbar sein. Manchmal genügt eine Öffnung im Blech, manchmal müssen Verkleidung oder Dichtung herunter. Kommen wir nicht dahinter, ziehen wir die Delle von außen mit Klebeadaptern.
Wo die Technik an Grenzen stößt
Ist der Lack gerissen, gedehnt oder bis aufs Blech durchgescheuert, hilft Drücken nicht mehr. Dann sagen wir Ihnen das — und zeigen, was stattdessen sinnvoll ist: Smart Repair oder eine Lackierung.
Hagel und Parkdellen
Hagelschäden bestehen aus vielen kleinen Dellen auf Dach, Haube und Kotflügeln. Genau dafür ist die Technik gedacht: Jede Delle wird einzeln bearbeitet, statt ganze Bauteile neu zu lackieren.
In kleinen Schritten zurück in Form
Eine Delle geht nicht in einem Zug heraus. Sie wird in vielen kleinen Bewegungen zurückgeführt — und zwischendurch immer wieder im Streiflicht kontrolliert.
Begutachtung
Wir sehen uns die Delle im Streiflicht an: Größe, Tiefe, Lage und ob der Lack unverletzt ist. Daraus ergibt sich, ob die Beulentechnik infrage kommt.
Streiflicht
Zugang schaffen
Damit das Werkzeug an die Rückseite kommt, nehmen wir Verkleidung, Dichtung oder Leuchte ab. Ist die Rückseite verschlossen, arbeiten wir stattdessen mit Klebeadaptern von außen.
Verkleidung ab
Drücken und ziehen
Mit Hebeln von hinten oder Zug von vorn wird das Blech Millimeter für Millimeter zurückgeführt. Zu viel Kraft auf einmal dehnt das Material — deshalb viele kleine Schritte.
Millimeterarbeit
Kontrolle und Aufbau
Zum Schluss prüfen wir die Fläche erneut im Streiflicht und setzen alles zurück, was demontiert war. Bleibt eine feine Struktur sichtbar, sagen wir Ihnen das offen.
Abnahme
Erst drücken, dann polieren. Wo die Delle saß, wirkt der Lack manchmal noch leicht unruhig. Eine Politur der Fläche gleicht das aus — ob sie nötig ist, sehen wir gemeinsam bei der Abnahme.
Ob es geht, sieht man an der Delle
Am Telefon lässt sich das nicht beurteilen. Kommen Sie mit dem Fahrzeug in Koblenz vorbei — wir sehen uns die Delle im Licht an und sagen Ihnen ehrlich, ob wir sie drücken können oder ob lackiert werden muss.